Vor kurzem habe ich Michael getroffen und musste die kuriose Feststellung machen, dass es in meinem Leben schon drei wichtige Franzosen gegeben hat. Dabei habe ich im grossen und ganzen bis jetzt in meinen fast 30 Lebensjahren insgesammt kaum mehr als einen Monat in Frankreich verbracht.
Da ist mein lieber Freund Benoît der verrückt nach Whitney Houston ist und gerne eine Stimme hätte wie Freddy Mercury.
Und dann André. Uff, das war mal was. Ich lernte ihn bei meinem Auslandssemester in Manchester kennen. Eigentlich waren wir das ideale Paar: Er böser Junge, ich (zumindest nach aussen hin noch) braves Mädchen. Aber unsere Beziehung war schliesslich genau so heiss wie kurz und ich brauchte ziemlich lang um mich davon zu erholen. Jetzt nicht im negativen Sinne. Manche Personen vergisst man einfach nicht. Er hatte grosse braune Rehaugen und war wirklich extrem hübsch. Mein Schatz wird noch heute jedes Mal eifersüchtig wenn er ein Foto von ihm sieht.
Aber das seltsamste war seine Stimme, die so überhaupt nicht zu seinem Aussehen passte. Tief und rauh, fast wie eine Berührung.
Ich hatte schon immer ein Schwäche für tiefe Männerstimmen. Als ich 16 war, fiel mir zum ersten mal eine CD von Leonard Cohen in die Hände und eine Zeitlang habe ich nichts anderes gehört. Nicht so unbedingt wegen der Musik, die habe ich erst viel später verstanden, sondern wegen seiner Stimme. In diesem Alter durfte man noch verrückt sein. Man hat zwar nicht viel verstanden, aber man durfte verrückt sein.
Könnte ich heute überhaupt noch auf die Weise wie damals für eine andere Person schwärmen? Egal ob Schauspieler, Sänger… Ihr meine ganze Liebe zu Füssen legen, obwohl mir eigentlich vollkommen klar sein sollte, dass meine Liebe niemals erwiedert werden wird. Niemals! Würde ich das überhaupt wollen? Nein, ich glaube nicht. Da ist mir die Realität doch tausend mal lieber.
Dezember 7, 2007 at 9:34
Da kann ich dir nur beipflichten. Die Stimme eines Menschen entscheidet bei mir auch ganz oft über Sym- oder Antipathie, obwohl das im Grunde ja vollkommener Quark ist … und tiefe Männerstimmen sind für mich so etwas wie akustische Aphrodisiaka. Dein Satz, dass die Stimme wie eine Berührung sein kann, trifft es sehr gut.
Hast du z.B. Glenn Frey schon einmal gehört, ich meine sprechen, nicht singen? Der hat auch so ein Timbre … Wenn der mir am Telefon eine Heizdecke verticken wollte, ich würde sie kaufen und ihn bitten, gleich morgen nochmal anzurufen
Dezember 9, 2007 at 2:52
Aber ein kleines bisschen schwärmen, sich begeistern und sich daran erfreuen geht auch heute noch. Doch auch früher war ich viel zu sehr Realist, um eine grenzenlose Liebe für einen Star zu haben. Bin ein unromantischer Klotz, ich weiß
Dezember 10, 2007 at 8:30
azahar@
stimmen die einen berühren können,
sind wirklich sehr selten.
schon mal die letzte cd von `the temptation`
gehört?
da ist eine männersangesstimme darauf -
ganz unglaublich sowas.
Dezember 10, 2007 at 10:53
Oh, ja, ich weiß was du meinst. Ich stehe auch total auf auf dunkle, tiefe Männerstimmen. Dieses schwärem hatte ich aber auch nie an mir. Dafür bin ich wohl viel zu unromantisch
Dezember 10, 2007 at 12:42
Ich habe heute Post bekommen!!!!!!
Vielen lieben Dank! Ich habe mich irre gefreut!
Was mich nur wundert… der Zoll hat das Päckchen überhaupt nicht gecheckt und das obwohl Nahrungsmittel drin waren. Ich denke mal, dass es so durchgeflutscht ist. *lach* Normalerweise landet alles, wo Essen drin ist, erst einmal für einige Wochen in der Quarantäne.
Da hatte ich ja wirklich Glück!
Nochmals vielen lieben Dank!!!
Dezember 16, 2007 at 8:45
Manchmal stellt man sich eine wunderschöne Stimme vor u. stellt fest, daß das Aussehen nicht mit der Stimme übereinstimmt.
Habe die Schwarzwaldklinik in den 80iger Jahren in England geguckt – einmal u. nicht wieder!!!!!!!!! *HILFE* Die hatten alle ganz komische Stimmen u. es klang furchtbar!!!!
Dezember 21, 2007 at 7:31
@ moggadodde
du hast vollkommen Recht, es gibt Männerstimmen, die können einem vollkommen aus dem Häuschen bringen.
z.B. der Chef unseres Firmenreisebüros, den habe ich zwar noch nie zu Gesicht bekommen, aber schon allein wegen der Stimme, würde ich ihn sicher nicht von meiner Bettkante werfen
@ Fudge + Schneegespenst
wirklich nie?!!!!
@ Fudge
Das ging ja schnell! Hat kaum eine Woche gedauert. Eigentlich wollte ich dir vorher noch per e-mail bescheid sagen, aber dann hattest du es eh schon
@ m…t
noch nicht gehört, aber kommt noch
@ Netty
das stimmt! So ging es mir schon oft. Enttäuschend finde ich …