Diese Woche war die Übungsaufgabe in „Ein Roman in einem Jahr“ folgende:

Man sollte den Satz „Ich will einen Roman schreiben, weil…“ vervollständigen.

Läppisch? Einfach? Nein, überhaupt nicht. Ich habe zum ersten Mal festgestellt, dass ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe, ich habe einfach immer geschrieben, geschrieben und geschrieben, weil es mir Spass machte.

Warum will ich einen Roman schreiben? Oder müsste es eher heissen, einen Roman veröffentlichen? Denn, wenn es nur ums Schreiben ginge, dann bräuchte ich mir keine Gedanken darüber zu machen, ob ich das will, denn ich habe es ja schon x-mal getan.

Warum also? Ich glaube, ich will schreiben, weil es mir Spass macht, die Geschichten, die in meinem Kopf entstehen, Wirklichkeit werden zu lassen, die Personen, die darin vorkommen, zum Leben zu erwecken und jeden Tag besser kennenzulernen, bis sie zu guten Freunden geworden sind, so als würden sie tatsächlich existieren.

Ich schreibe, weil ich diese Geschichten anderen Menschen mitteilen möchte, sie daran teilhaben lassen will, ihnen genau so viel Freude bereiten will, wie mir schon seit ich denken kann die Romane und Geschichten anderer Autoren bereiten.

Bücher haben mich mein ganzes Leben lang begleitet, mich gelehrt zu träumen und die Träume in die Tat umzusetzen.
Genau so habe ich schon seit ich denken kann, selbst Geschichten erfunden und sie auch immer wieder niedergeschrieben. Bis jetzt nur aus Spass, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo das nicht mehr reicht.

Ja, ich bin süchtig nach Anerkennung! Ich muss mein Ego pflegen. Das haben Löwen so an sich. ;-)