Juhu! Endlich habe ich einen neuen Computer (Flachbildschirm etc. inkl.)! Heute Nachmittag haben die Informatiker den alten Reaktor, den ich da neben meinem Schreibtisch stehen hatte, stillgelegt.
Chefe streunte natürlich auch gleich ein paar Runden um meinen Arbeitsplatz herum um alles zu begutachten.
„Der Bildschirm ist aber grösser als meiner“, meinte er schließlich zum Leih-Informatiker, der gerade noch dabei war verschiedene Programme aufzuspielen.
Der hob die Schultern. „Kann sein…“
Chefe zog ab, aber die ganze Sache ließ ihm anscheinend keine Ruhe, denn in den nächsten paar Minuten kam er immer wieder wie zufällig vorbeigeschlendert und machte Bemerkungen zu Zollangaben, Auflösung etc.
Schließlich hielt er es nicht mehr aus, stürzte in sein Büro, man hörte ihn in Schubladen wühlen, Schranktüren aufreißen, und wenig später stand er mit einem Lineal in der Hand vor uns und begann unter den ungläubigen Blicken des Leih-Informatikers meinen neuen Bildschirm auszumessen.
„Ha! 5 Zentimeter!“, triumphierte er.
Der Informatiker sah ihn irritiert an. „Wie gesagt, kann sein, deiner ist dann wohl einer mit 17 Zoll.“
Chefe, seinen Unmut nur mit Mühe hinter einem scherzenden Tonfall verbergend: „Das geht aber nicht, dass ich einen kleineren habe, ich meine, für irgendwas bin ich der Chef, oder?“
Chefe ab.
Kurz darauf wünschte Chefe Alcatone unter vier Augen zu sprechen.
Und am späten Nachmittag kam der Leih-Informatiker mit einer großen Schachtel in den Armen wieder zu uns ins Büro.
Ihr könnt euch vorstellen was drin war.
Mai 14, 2008 at 6:29
Ich hab’ so gelacht! Schwanzvergleich via Bildschirm! Dein Chefe ist eine geile Marke! Bleib’ bloß da, so einen witzigen Clown kriegst du niiiie wieder als Chef!
Mai 14, 2008 at 6:48
*lach* Habe das gleiche gedacht wie moggadodde.
Wenn ich mir zuviel Essen als Kind auf meinen Teller geschoben hatte, da hat mein Vater immer gesagt: „Netty will das Mehrste!“
Chefe will auch das mehrste Bildschirm.
Mai 14, 2008 at 11:12
guggug, melde mich aus dem urlaub zurück
Mai 15, 2008 at 5:15
azahar@
der hat sie doch nicht mehr alle.
es sei denn, im karton war noch etwas
ganz anderes.
beispielsweise:
therapeutische literatur für selbsterfahrungsanwendungen…
Mai 15, 2008 at 9:34
Ich lach mich schlapp!
Vielleichst kannst Du Deinen Bildschirm ja noch mal umtauschen, in Schweinchen-rosa.
So einen wollte Dein Chefe bestimmt schon immer haben…
Ein ganzer Zollstock voller Grüße möge Dich erreichen!
Kvelli
Mai 15, 2008 at 12:50
Hi, hi….Der Bildschirm als Schwanzverlängerung
Mai 15, 2008 at 3:57
@ moggadodde
Ja, das merke ich auch immer mehr, mein Chef wird langsam wirklich unersetzlich
@ Netty
Chefe will immer das mehrste, von allem!
@ wortman
Ich hoffe die Rückkehr (in die Wirklichkeit) war nicht zu hart. Auf deinem Blog erzählst du sicher wie es war.
@ m…t
therapeutische Literatur? So viel wie Chefe liest, müssten das Bilderbücher gewesen sein
@ Kvelli
Schweinchenrosa, das ist DIE Idee! *g* Mit Blümchen drauf.
@ schneegespenst
Ich wollts ja nicht sagen…
Mai 15, 2008 at 4:43
reisebericht und ne ladung bilder sind online. musst dann wohl noch die zweite seite dazu anklicken
Mai 16, 2008 at 9:34
“Das geht aber nicht, dass ich einen kleineren habe“ …
Wenigstens gibt er es offen zu!
*prust*
schmollfisch
Mai 18, 2008 at 10:27
gibt es gar nix neues zu erzählen?
ist so ruhig hier
Mai 18, 2008 at 1:34
@ wortman
Oh doch, es gibt ständig neues zu erzählen, nur reicht mir die Zeit meistens nicht. Mein Kopf ist im Moment stark mit einem meiner Romane beschäftigt. Werde mir aber auf jeden Fall deinen Urlaubsbericht ansehen!!!
@ schmollfisch
Er ist halt eine ehrliche Haut. Als Chef kann er sich das auch leisten. Jeder der lacht, wird ganz einfach kalt gemacht.
Mai 18, 2008 at 2:52
an welchem deiner romane sitzt du denn gerade? viel erfolg wünsch ich dir dabei.
Mai 18, 2008 at 3:53
@ wortman
Danke!
Ich arbeite an dem Roman der durch das Romanexperiment http://romanexperiment.wordpress.com/ entstanden ist.
Extreme Kurzzusammenfassung: Tania, eine Studentin, verliebt sich in Daniel, einen Mann, der im Rollstuhl sitzt. Nicht nur seine Behinderung macht die Beziehung schwierig, auch bei den Menschen in ihrer Umgebung stoßen die beiden oft auf Unverständnis. Kann Ihre Beziehung das aushalten?
Mai 18, 2008 at 4:04
oha…sehr anspruchsvolles thema und ich tipp mal auch sehr sozialkritisch. da wünsch ich besonders viel glück.
Mai 22, 2008 at 12:20
Ich musste gerade so lachen, als ich das hier las!
Herrlich!
Mai 22, 2008 at 12:31
lachen? weswegen fudge?
Mai 26, 2008 at 7:40
@ wortman
vielen Dank!
@ Fudge
Wenn Chefe sich nur manchmal selbst sehen könnte!