Ich bin ein absoluter Fan von Tanya Huffs „Blood“-Büchern (Victory Nelson Private Investigator: Otherworldly Crimes a Specialty), und das wo ich normalerweise mit Fantasy etc. überhaupt nichts anfangen kann.
Aber solltet ihr in den nächsten Tagen mal über den Strand von El Palmar laufen und dort jemanden liegen sehen, der ständig vor sich hingrinst und -lacht, dann bin das mit 99 prozentiger Sicherheit ich.
Es geht in der fünfteiligen Serie um eine halb blinde Ex-Polizistin, Vicky – Victory Nelson, die wegen ihrer chronischen Augenkrankheit aus dem Polizeidienst ausscheiden muss und nun versucht sich als Privatdetektivin durchzuschlagen. Im ersten Buch lernt sie bei einem doch recht ungewöhnlichen Fall Henry Fitzroy, einen Autor von Badewannenromanen und Vampir, kennen, den sie nicht mehr los wird und wenn sie ehrlich ist, auch gar nicht mehr loswerden will. Er ernennt sich selbst zu ihrem Partner und von da an häufen sich die seltsamen Vorkommnisse in ihrer Umgebung. Sie schlittert von einem überirdischen Problem ins nächste. Dass sich die beiden ineinander verlieben, ist ja wohl klar. Das Salz in der Suppe ist dabei Mike Celluci, Vickys Ex-Partner, sowohl bei der Polizei als auch im Privatleben, der es natürlich nicht lassen kann, sich immer wieder einzumischen und dem sie auf sexueller Ebene genau so wenig widerstehen kann wie Henry. Die beiden Männer vertragen sich blendend
Die Geschichten sind gespickt mit tonnenweise trockenem Humor und Erotik. Vor allem letztere hat Frau Huff in manchen Szenen so gut hingekriegt, dass ich vor ihr nicht nur den Hut ziehe, sondern mich demütig verneige.
Na ja, Blood Trail (das zweite Buch) ist (auch von der Story her) ein bisschen mau, aber Blood Price (erster) und Blood Lines (dritter Band) haben dafür Szenen bei denen ich vor Neid verglühen könnte, dass nicht ich diejenige war, die sie geschrieben hat. Ich bin gerade dabei Band Nummer vier zu lesen und wenn ich mal wieder eine Amazon-Bestellung zusammen habe, wird auch Band Nummer fünf in Auftrag gegeben.
Ich nehme an, dass die Bücher ins Deutsche übersetzt wurden, aber ich würde raten, sie unbedingt im Englischen Original zu lesen. In einer anderen Sprache können sie nur verlieren, wie m.E. übrigens die meisten übersetzten Romane die sehr viel mit Umgangssprache und wörtlicher Rede arbeiten.
Ach ja, das ganze gibt es auch als TV-Serie, Blood Ties, die zwar von den Charakteren her an die Bücher angelehnt ist, mit den Romanen aber sonst sehr wenig bis gar nichts zu tun hat und die, wie sollte es anders sein, viel schlechter bis ziemlich peinlich ist. Auf www.mylifetime.com konnte man eine ganze zeitlang alle Folgen kostenlos übers Internet sehen, aber mir scheint das funktioniert jetzt nicht mehr (zumindest bei mir auf dem Computer nicht), ich stelle den Link trotzdem mal ein, immerhin ist er noch online. Die sehenswerteste ist 5:55. (Ja, ich gebe zu, ich habe sie trotzdem alle gesehen, lief hier in Spanien eine ganze Zeit in bester Sendezeit auf Calle 13.
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