Als Chefe vom Mittagessen wiederkommt, hat er einen Kerl in kurzen Hosen dabei, den er mir als seinen Kumpel Juan vorstellt. Kumpel!
Er führt ihn in sein Büro und schließt die Tür hinter sich. Danach höre ich, wie er den Schlüssel im Schloss umdreht.
Chefe hat in der ganzen langen Zeit, die ich für ihn arbeite, noch nie, NIE! die Tür zu seinem Büro abgesperrt.
Ich sitze erstmal da und versucht zu verstehen, was hier abgeht. D.h. nein, eigentlich will ich es gar nicht verstehen, nicht einmal wissen will ich es.
Normalerweise informiere ich ihn immer, wenn ich nach Hause gehe, aber heute überlege ich es mir schwer. Schließlich klopfe ich doch und versuche wie immer die Tür zu öffnen, um kurz den Kopf durch den Spalt zu stecken und mich zu verabschieden, vielleicht habe ich mir das ganze ja nur eingebildet. Aber nein, die Tür ist tatsächlich verschlossen.
Na gut, dann halt nicht.
Ich packe meine Sachen zusammen und als ich gerade aus der Bürotür will, reißt er die seine auf.
“Ah du gehst, na dann bis Morgen.” Und schon ist er wieder verschwunden, nicht ohne den Schlüssel im Schloss zu drehen.
Sah sein Schnurrbart nicht etwas verstrubbelt aus?
Fluchtartig verlasse ich das Firmengebäude.
August 7, 2008 at 5:00 pm
Nachdem ich Deinen Bericht das zweite mal gelesen habe, musste ich mich glatt festhalten, so habe ich gelacht…:-)
Bei dem Namen Juan hättest Du aber schon drauf kommen können, dass es sich bei diesem Kumpel um einen Musikus aus einem großen Orchester handelt.
In spanischen Orchstern ist Juan an sich immer einer der Bläser, die so wunderschön ins Horn pusten können…
Dein Chefe hat bestimmt nur die Türe verscchlossen, weil er nicht wollte, dass eines der Tönchen, die Juan im Büro verblasen hatte, die Kurve kratzt…
Ach herjeh, was für eine herrliche Geschichte!
Aber immerhin weißt Du jetzt, Dein Chefe ist sehr musikalisch, vielleicht will auch er demnächst in dieser Bläsertruppe Mitglied werden, oder wer weiß, vielleicht ist er ja schon einer unter den vielen mit ihren…
Sei lieb gegrüßt und verzage nicht, ein Bläser ist kein böser Wicht.
Kvelli
August 7, 2008 at 10:46 pm
Öhm. Zusammen mit dem Kommentar gelesen ergibt sich da tatsächlich eine Geschichte.
Und zwar eine, die sich gewaschen hat.
Ich geh jetzt ins Bett und denke über di Feinheiten nach.
Das wird eine kichrige Nacht …
… übrinx, draußen donnerts (ich bin in Osthessen daheim) …
Nachtgruß vom Schmollfisch
August 8, 2008 at 9:41 am
*kicher* Tja, was macht der Chef da mit Juan?? Solche Juans sollen ja an Bahnhöfen rumstehen oder in Seitenstraßen. Hmmm…also die Vorstellung….dein chef mit Juan vom Bahnhof wie sie das “Tier mit den 2 Köpfen machen” hat doch was *g*
August 10, 2008 at 1:14 pm
oh mein gott … also das würd ich jetzt auch gern genauer wissen!!!
August 11, 2008 at 9:18 am
ist seine ehe denn unglücklich …?
August 12, 2008 at 6:21 pm
Ja also geschmunzelt hab ich ja jetzt schon, aber meinst wirklich dein Scheffe nimmt einen Lover mit ins Büro solange noch Mitarbeiter im Haus sind??? Also ich würd den ja bei passender Gelegenheit fragen wer denn der Herr Juan war und warum da die Tür abgesperrt werden musste. Vielleicht kommt ja eine ganz andere Geschichte dabei heraus.
LG!
August 13, 2008 at 12:43 pm
Oooooh, Chefe hatte eine geschlossene Sitzung, die diesmal nicht auf der Toilette stattfindet. *lach*
August 17, 2008 at 6:54 pm
dein chef ist ja ne marke… holt sich schon den blasmusiker in die arbeit…
oder sollte da hinter der verschlossenen türe ein anderer komp(l)ott geschmiedet worden sein
August 18, 2008 at 9:34 am
@ Kvelli
Stimmt, bei dem Namen hätte ich auch selbst draufkommen können
Die Proben für das Blasorchester aber bitte nicht hier nebenan!
@ schmollfisch
Ich hoffe, die Nacht war nicht zu unruhig. Gibt es eigentlich deinen Blog noch?
@ schneegespenst
Oh nein, ich will mir das nicht vorstellen!!! *grusel*
@ buchmaus + G.Nem
Nein, ich will das gar nicht so genau wissen!
Fragen werde ich ihn nicht, wahrscheinlich habe ich eine zu schmutzige Fantasie.
@ m…t
tja, wer weiss… Vielleicht wollte er auch nur seinen Horizont erweitern.
@ Netty
geschlossene Sitzung *kreisch* das ist gut!!!
@ wortman
Dein letzer Satz kam mir ja zuerst in den Sinn, d.h. dass da irgendwas fruchtiges abgeht, vielleicht waren sie gerade dabei zu planen wie sie die Fabrik abfackeln und dann kräftig bei der Versicherung kassieren könnten, oder der Typ war ein Auftragskiller, oder…
August 18, 2008 at 9:42 am
*grinz*
ob du wohl dahinter kommen wirst, was da nun wirklich war…
oder war es tatsächlich diese “orchesterprobe”