Heute Mittag erzählte mir Paquiii!!!s Schwester (die jetzt den Posten am Empfang übernommen hat), sie hätte vor kurzem einen Artikel gelesen, der behauptete, dass unsere Wahrnehmungen und Erinnerungen nur zu 26% der Realität entsprechen. Unser Gehirn verändert jeden Sinneseindruck schon in dem Moment, in dem es ihn erhält, entsprechend vorheriger Erfahrungen und Erlebnisse, oder ganz einfach weil es damit nicht zufrieden ist.
Zu 74% leben wir also ein einer fiktiven Welt.
Ob das nun stimmt oder nicht, ich fand allein die Vorstellung hochinteressant.
Wir leben also rein theoretisch alle in einer Geschichte, einem Roman, einem Film, den wir uns selbst ausdenken und erschaffen. Nicht bewusst natürlich.
Demnach müsste der Kreativität der Menschen eigentlich keine Grenzen gesetzt sein. Jeder von uns ist ein kleiner Künstler.
Aber wenn meine Vorstellung von meinem Leben nun nicht real ist, wie sieht dann mein wirkliches Leben aus? Gibt es irgendeine Möglichkeit, dieses, mein echtes Leben in der Realität kennenzulernen?
Und will ich das überhaupt? Denn wenn mein aktuelles Leben nicht real ist, könnte das ja bedeuten, dass mein Leben in Wirklichkeit 74 mal schlechter ist, oder aber natürlich auch, dass es 74 mal besser ist. Im zweiten Fall wäre ich in meinem fiktiven Leben aber schon ein ganz elender Pessimist.
Wenn ich es mir genau überlege, könnte hinter dem ganzen tatsächlich ein wahrer Kern stecken. Wer ist schon objektiv? Wer verübt keine unnötige Selbstkritik. Wer nimmt sich selbst und seine Umgebung tatsächlich so wahr wie er/sie ist? Ohne Vorurteile?
Wollte man also sein reales Leben kennenlernen, müsste man seine Umwelt fragen. Doch leider ist deren Wahrnehmung auch zu 74% fiktiv.
Januar 13, 2009 at 6:57
Das Ergebnis kann ich nicht recht glauben, eher schon, dass wir uns bewusst in eine irreale Welt des Net begeben, was natürlich auch wieder den 74% zugute kommt.
Aber irgendwie auch egal, hauptsache ist doch erstmal, dass wir überhaupt leben, oder zumindest der Meinung dessen sind…
Sei lieb gegrüßt, schone Dich und das Kindchen.
Kvelli
Januar 13, 2009 at 10:11
Da schliesse ich mich Kvelli an…Hauptsache wir leben…
. In deinem Fall O-Saft oder so… zumindest im Moment! *g*
UND machen das Beste daraus. Träume haben wir alle…Vorstellungen auch.
Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein
Januar 14, 2009 at 5:51
azahar@
die annahmen der subjektiven wahrnehmungsverfremdung kann ich bestätigen.
dabei stelle ich mir dann etwas imaginiertes vor:
einen kontinent, der noch niemals von wesen mit selbstbewußtsein betretne wurde.
was für eine realität herrscht dort dann wohl?
denn die `wirklichkeit`, das ist das was auf individuen mit selbstbewußtsein `wirkt`.
ohne selbstbewußtsein keine wirklichkeit sondern `nur` realität…..
das mit der kreativität muß stimmen. kreativität ist etwas unendlich fortsetzbares…
lg/meerluft
Januar 14, 2009 at 7:13
Nö, wir leben schon in einer sehr realen Welt mit realen Wahrnehmungen. Aaaaaber wir neigen gerne zu „Träumereien“ und rutschen ab und zu in unsere Traumwelt ab. Wenn auch nur für ein paar Minuten…
Uah, lach, das war jetzt kompliziert erklärt
Januar 14, 2009 at 8:09
@ Kvelli + gaviota
da habt ihr natürlich Recht. Das wichtigste ist, dass wir da sind, auf das wie kommt es gar nicht so sehr an.
@ m…t
tja, was ist die Realität überhaupt? Ich denke, im Grunde kann sie gar nicht existieren, denn damit sie existiert, muss sie erstmal jemand wahrnehmen und Wahrnehmungen sind grundsätzlich subjektiv, da auf kleine Details beschränkt.
@ Nila
da hast du Recht. Wir leben in einer realen Welt, bis zu welchem Grad wir uns darauf einlassen wollen, liegt auch an uns.
Januar 14, 2009 at 3:39
hm also ich denke, dass man das erlebte mit seinen erfahrungen zusammenbringt und jeder die situation dann anders erlebt ist klar…
wie weit man aber geht das leben dann als fiktion zu sehen?
mein schatz spinnt sich immer solche gedanken zusammen, dass wir in einer fiktiven welt leben könnten … und etwas nur existiert weil wir daran glauben und so … find das unheimlcih …wahhh
lg
Januar 15, 2009 at 8:12
Wer weiß, ob wir nicht bereits jetzt in einer fiktiven Welt leben.
Genaugenommen weiß ich ja nicht, ob ihr alle existiert. Vielleicht bilde ich mir nur ein, dass ich einen Rechner habe und anderer Leute Blogs lesen kann und dass es überhaupt andere Leute gibt.
Vielleicht bilde ich mir sogar nur ein, dass es mich selbst gibt.
Uaaaahh … jetzt gruselt’s mich.
Schönen Gruß vom fiktiven schmollfisch
Januar 15, 2009 at 10:13
@ buchmaus
das ganze erinnert mich irgendwie an „Matrix“. Hat dein Schatz sicher gesehen, oder?
@ schmollfisch
Ich mache das mit dem Glauben an das fiktive Leben von nun an selektiv. d.h. immer dann wenn mir irgendetwas passiert, was ich nicht will oder was schlecht ist, dann schiebe ich es darauf, dass ich die Realität verfälscht wahrnehme