Ich kann das Wort KRISE wirklich nicht mehr hören! Egal ob man den Radio oder den Fernseher einschaltet, einen Blick auf die im Kiosk ausgelegten Zeitungen und Zeitschriften wirft oder sich ganz einfach nur in aller Ruhe mit ein paar Kollegen einen Kaffee in der Firmencafeteria gönnen will, überall bekommt man es um die Ohren und Augen geschmissen. So als ob etwas, das man bis zum Erbrechen wiederholt, dadurch besser oder anders würde.

Das nervt mich ja auch an der ganzen Sache mit Obama so. Vor ziemlich genau einem Jahr fingen hier in Spanien die Berichterstattungen über den Wahlkampf in den USA an. Als es dann elf Monate später endlich so weit war und die Wahlen stattfanden, war ich nahe dran mich von einer Brücke zu stürzen. Und jetzt geht das ganze natürlich erst recht munter weiter.

Mir scheint, viele Dinge gewinnen nur dadurch so viel Gewicht, dass sie künstlich aufgebauscht werden. Ist etwas in aller Munde, kann sich ihm niemand mehr entziehen. Egal ob jetzt die Krise oder die USA. Musste ich doch glatt letztens in den Fernsehnachrichten zu Obamas Amtsantritt hören, er wäre der Mann, der das Schicksal der Welt, nein, unser aller Schicksal von nun an bestimmen würde. Ich dachte ja, ich krieg mich nicht mehr.