Azahar ist eine selbstverschuldeterweise noch unentdeckte und unveröffentlicht Schriftstellerin, wenn man von zwei Kurzgeschichten, die in ihrer Jugend nach einer Aktion ihrer Deutschlehrerin in der Schule begeisterten Anklang (unter den erwachsenen Lesern) fanden, und einem gut aufgenommenen Beitrag (Februar 2007) bei www.erozuna.de absieht.

Azahars Genre ist der Liebesroman. Die einfachste, vielfältigste und zugleich schwierigste Literaturform. Alle wissen wir, worum es dabei geht, alle könnten wir persönliche Erlebnisse beisteuern, niemand würde öffentlich bekennen, solchen Schund zu lesen. Tatsächlich, – nun, so scheint es zumindest Azahar – , ist die Bezeichnung Liebesroman in der heutigen Zeit negativ besetzt. Wem kommen nicht gleichzeitig Begriffe wie Trivialliteratur, Badewannenroman und Groschenheftchen in den Sinn. Betrachtet man den Buchmarkt, wäre das auch kein Wunder. Zu Hauf überschwemmen schlechte und billige Übersetzungen von Einheitsware die Regale unserer Buchläden und Schlafzimmer. Azahar hat sich schon hier dazu geäussert.

Dagegen kann heute jederman und jederfrau freizügig gestehen, ein paar Erotikbändchen zu Hause stehen zu haben. Der Buchmarkt scheint auch dies zu bestätigen. Anthologien mit erotischen Kurzgeschichten und pikante Romanreihen haben Hochkonjunktur und noch nicht den Stempel des Trivialen abbekommen, obwohl viele es sicherlich verdient hätten.
Natürlich ist es schwer, Liebe und
Erotik zu trennen. Genau deshalb wundert sich Azahar auch, warum dies in deutschen Bücherregalen geschieht.

Azahar arbeitet an mehreren Romanprojekten, die beide Konzepte in mehr oder weniger starken Dosen enthalten. Einige davon sind schon fertige durchdachte Geschichten, die nur noch hin und wieder letzte Feinschliffe erhalten, andere sind verrückte Ideen, noch in den Kinderschuhen oder schon in der Pubertät, die täglich aus sich selbst heraus wachsen.
Ein gewisser Herr an ihrer Seite, mit dem sie die angenehmen und auch die weniger angenehmen Wirren des täglichen Lebens teilt, bedenkt ihre Hingabe an das Notebook und zwei wie den heiligen Gral gehütete Memory Sticks oft mit zärtlichem Spott. Von ihm stammt der Ausdruck Frauenporno. Nun, sollte Azahar tatsächlich etwas erschaffen, das Frauen beim Lesen die gleiche Lust bereitet, wie männlichen Wesen die Betrachtung bewegter Bildchen, würde sie sich geehrt fühlen.

Azahar ist Ausländerin in ihrer (nicht ganz Wahl)Heimat Spanien. Azahar gehört seit diesem Jahr zum Club der 30 jährigen. Azahar hat irgendwann vor langer Zeit einmal die geschriebene Sprache zu ihrem Beruf erwählt (sie ist Dipl.-Ü. Engl. Sp. Dt.), muss sich aber in ihrem aktuellen Job mit einer viel widerspenstigeren Spezies als den Wörtern herumschlagen. Ausführliche Auskunft zu diesem Teil ihres Lebens gibt ihr Blog, eine konkrete Einführung in das Thema ist hier zu finden, und wer historische Schmankerl seit dem Jahre 2005 nachlesen will, kann sich an ihrem alten, inzwischen stillgelegten Blog unter www.myblog.de/azahar gütlich tun.

Azahars Leidenschaft gilt ausser den Männern und Frauen (und ihren von der Natur so wunderbar geschaffenen Interaktionsmöglichkeiten) der klassischen Gitarre und schönen Pferden (wobei sie eine Anhängerin und demütige Schülerin der klassischen Dressur ist).

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